im Alltag bestehen  

Sprachpatenschaft

 

Sprachpatentreffen im Jahr 2008
Menschen wie Du und ich

Die Sprachpatenschaften sind ein auf ehrenamtlicher Arbeit beruhendes Projekt der Migrationsberatung des Caritasverbandes am Standort Halle. Seit 1999 werden hier Menschen, die ihre Kenntnisse der deutschen Sprache erweitern möchten mit jenen zusammengebracht, die ihnen dabei helfen. So finden sich Gesprächspartner für die unterschiedlichsten Themen, die in ungezwungener, entspannter Atmosphäre besprochen werden können. Es ist auch nach Sprachkursen wichtig, erworbene Kenntnisse anzuwenden und weiterhin zu üben.
Zurzeit existieren 14 Patenschaften und aus einigen langfristigen Patenschaften sind mittlerweile Freundschaften geworden.

Ziel ist es, Migranten, durch ein besseres Verständnis der deutschen Sprache zu ermöglichen, sich im alltäglichen Leben leichter zurechtzufinden und dem Alltag gewachsen zu sein.
In selbstorganisierten Treffen, die meist einmal in der Woche für ein bis zwei Stunden stattfinden, kann die deutsche Sprache im Gespräch erprobt werden. Hierfür stellt die Caritas einen kleinen Raum zur Verfügung. Bei langjährigen Patenschaften werden aber auch oft private Möglichkeiten genutzt.

Teilnehmen kann jeder, der sich vorstellen kann, in seiner Freizeit ausländischen Mitbürgern Sprachunterricht oder Hausaufgabenhilfe zu geben, der Spaß an Gesprächen hat und neugierig ist, andere Menschen kennen zu lernen.

Die Sprachpatenschaften werden von der Beratungsstelle für Migranten und einer ehrenamtlichen Koordinatorin begleitet und betreut.
Mindestens einmal im Jahr treffen sich alle Paare zu einer gemeinsamen Feier, die von der Caritas organisiert wird, und den Austausch und den Kontakt unterstützt. Des Weiteren findet einmal jährlich ein Erfahrungsaustausch für die Sprachpaten statt. Hierbei können eventuelle Probleme bei der Sprachvermittlung und Arbeitstechniken bzw. Lernmethoden besprochen werden.
.


Sprach- und Lesepaten in Merseburg

Bei den „Sprach- und Lesepaten“ handelt es sich um zwei Projekte, in denen Patenschaften zwischen ehrenamtlichen Deutschen und MigrantInnen gebildet werden, um die sprachliche Integration der MigrantInnen in die deutsche Gesellschaft zu fördern.
Im Rahmen der beiden Projekte werden ehrenamtliche Deutsche gesucht, die Patenschaften mit MigrantInnen eingehen.

Der ehrenamtliche Deutsche hilft dem Migranten / der Migrantin bei der Verbesserung der deutschen Sprache durch das gemeinsame Lesen von Büchern, Zeitschriften und anderem Lesematerial. Anschließend wird das Gelesene besprochen und die Deutschkenntnisse verfestigt. Daneben wird auch auf alltägliche Fragen des Lebens eingegangen.

Das Patenpaar trifft sich ca. ein- bis zweimal pro Woche. Die Treffen werden individuell vereinbart. Als Räumlichkeiten stehen die „Caritas-Familienetage“ mit Sprachwerkstatt zur Verfügung.

An den Projekten teilnehmen können:

- Ehrenamtliche Deutsche, wenn sie Lust und Zeit haben ihre deutschen Sprachkenntnisse an MigrantInnen weiterzugeben und offen sind für andere Nationalitäten und Kulturen
- Migranten und Migrantinnen, die ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern möchten, neue Kontakte knüpfen und Unsicherheiten im Anwenden der deutschen Sprache abzubauen wollen.

Durch die Patenschaften können Migranten und Migrantinnen ihre Deutschkenntnisse verbessern, erweitern und die deutsche Lebensweise besser kennen lernen.

Deutsche Ehrenamtliche erfahren mehr über fremde Kulturen und lassen andere durch ihre Unterstützung am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

Das Projekt „Lesepaten“ wird gefördert durch: dieGesellschafter.de und Aktion Mensch

Sprachwerkstatt in Merseburg

In Sprachwerkstatt können ehrenamtliche Deutsche eigenständig und individuell in einer ungezwungenen, entspannten Atmosphäre mit Migranten arbeiten. Dies kann in Form eines Sprachkurses, Lesezirkels, Koch-, Bastel-, Theaterkurses oder anderer Projektideen umgesetzt werden.
Ziel der Sprachwerkstatt ist es, die deutschen Sprachkenntnisse der in Merseburg und Landkreis Saalekreis lebenden Migranten in verschiedenen Projekten zu verbessern und neue Kontaktmöglichkeiten zu schaffen. In kleinen lockeren Runden können Themen zum deutschen Sprachgebrauch im Alltag besprochen, geübt und diskutiert werden. Ein besseres Sprachverständnis und die Vermittlung von Wissen und sozialen Kompetenzen sollen eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe in Bereichen wie Freizeit, Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt ermöglichen.
Die Angebote der Sprachwerkstatt werden von Ehrenamtlichen durchgeführt. Dadurch kann für die (Neu-) Zuwanderer eine kostenlose Teilnahme an den Angeboten ermöglicht werden.