Hier kommt zusammen, was zusammen gehört
Die Verschmelzung der Caritasvereine in Halle
Nun ist es soweit: seit dem ersten Januar existieren in Halle keine zwei Caritas-Vereine mehr. In einem Verschmelzungsprozess
haben sie sich die Caritas-Sozialstation Halle e.V. und der Caritasverband für die Stadt und das Dekanat Halle e.V. vereinigt.
Unter einem Dach können in Zukunft die Kräfte gebündelt zum Wohl der Bedürftigen und Hilfesuchenden agieren.
Die hallesche Caritas-Sozialstation rief Pfarrer Dr. Claus Herold schon im März 1990 ins Leben. Der Caritasverband Halle,
der sich der verschiedensten Hilfeformen für Bedürftige verschreibt, wurde 1992 als Verein gegründet. Und so bestanden über
viele Jahre zwei Caritas-Vereine im Dekanat Halle. Auch der Caritasverband half Alten und Kranken, konzentrierte seine Arbeit
allerdings in der Caritas-Sozialstation Bad Lauchstädt, die ebenfalls 1990 entstand.
Mit der Verschmelzung erweitert sich der Bereich der Altenhilfe und Krankenpflege. Wir unterstützen derzeit fast 300 Patienten
in Halle, Bad Lauchstädt, Merseburg und anderen Teilen des Saalekreises. Das sind 300 Menschen, denen wir helfen, verlorengegangene
Fähigkeiten wiederzuerlangen oder trotz einer irreversiblen Einschränkung den Alltag selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung
zu meistern. 300 Menschen, die von unseren jetzt 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den zwei Caritas-Sozialstationen
gemäß dem jeweiligen Betreuungs- und Pflegebedarf und den damit verbundenen individuellen Bedürfnissen versorgt werden.
Der Vorstand des nun vergrößerten Caritasverbandes Halle lud Anfang Januar zum Neujahrsempfang in das Caritas-Haus in Halle
ein. Der offizielle Teil wurde von Diakon Reinhard Feuersträter, mit Worten aus den Bekenntnissen des Augustinus beendet:
Miteinander reden und lachen,
sich gegenseitig Gefälligkeiten erweisen -
zusammen schöne Bücher lesen,
sich necken, aber auch einander sich Achtung erweisen,
mitunter sich auch streiten – ohne Hass –
so wie man es nun einmal sich selbst tut,
manchmal auch,
in den Meinungen auseinandergehen,
und damit die Eintracht würzen;
einander beleben und voneinander lernen,
die Abwesenden schmerzlich vermissen,
die Ankommenden freudig begrüßen,
lauter Zeichen der Liebe und Gegenliebe,
die aus dem Herzen kommen –
sich äußern in Miene, Wort und 1000 freundlichen Gesten
und wie Zündstoff den Geist in Gemeinsamkeit entflammen,
so dass aus den vielen eine Einheit wird.
Diese Worte sich zu Herzen nehmend, fanden sich die neuen/alten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ungezwungener Runde unter
einem Dach zusammen, um das kennenzulernen, was zusammen kommt, weil es auch zusammen gehört.
